30.08.2019 14:39 |Allgemein

Landschaftsfotografie

Landschaftsfotografie für Einsteiger

Wenn Sie mit der Landschaftsfotografie beginnen möchten, brauchen Sie eine ordentliche Kamera. Obwohl die Handykamera in den letzten Jahren stetig verbessert wurde, eignet sie sich nicht für die Landschaftsfotografie. Besser sind Systemkameras oder Spiegelreflexkameras; das aktuelle Lieblingsmodell vieler Fotografen ist die Nikon D850. Allerdings können Sie auch ohne Probleme mit einer günstigeren Variante starten. Neben der Kamera brauchen Sie noch das passende Objektiv. Das sollte bei der Landschaftsfotografie ein Weitwinkelobjektiv sein. Da das perfekte Landschaftsfoto nicht direkt vor der Haustür auf Sie wartet, sollten Sie sich eine Kameratasche für den Transport zulegen. Bei längeren Touren sollten Sie, neben der Kamera und dem Objektiv, eine zweite Speicherkarte und einen zweiten Akku mitführen.

Landschaftsfotografie für Einsteiger

Wenn Ihnen der perfekte Schuss gelungen ist, können Sie das Foto im Internet oder in qualitativ hochwertigen Fotoalben präsentieren. Besonders gut eignen sich dafür Passepartoutalben oder Reportagealben, da sie eine edle Eleganz ausstrahlen und der Fokus auf den Fotos liegt.

Landschaftsfotografie - Grundregeln

Die meisten Hobbyfotografen ziehen mitten am Tag bei strahlendem Sonnenschein los, um Landschaftsfotografie zu betreiben. Das ist allerdings ein Irrglaube, denn das ist genau die falsche Zeit! Die beste Tageszeit für Landschaftsfotografie ist bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Insbesondere Wolken sind ein Vorteil, da sie ein interessantes Lichtspiel liefern. Weiterhin ist auch die Perspektive ein wichtiger Aspekt. Immer aus der Normalperspektive zu fotografieren wird auf Dauer langweilig. Probieren Sie auch mal die Frosch- oder die Vogelperspektive aus! Das kann ganz neue Eindrücke verschaffen. Desweiteren sollten Sie auch nicht direkt losknipsen, wenn Sie einen schönen Ort entdecken, sondern sich zuerst fragen, ob der aktuelle Standpunkt der beste ist oder ob ein anderer das Bild noch verschönern würde. Um die Größe der Landschaft auf dem Bild deutlich zu machen, sollten Sie Größenvergleiche verwenden. Ein Mensch eignet sich dafür besonders gut, da jeder die Größe gut einschätzen kann.

Landschaftsfotografie Regeln

Zu beachten ist außerdem die Drittelregel. Sie ist angelehnt an den goldenen Schnitt und besagt, dass das Bild vertikal und horizontal jeweils in drei gleich große Teile geschnitten wird. Dabei sollen alle wichtigen Elemente des Bildes auf den Schnittpunkten oder zumindest auf den Linien liegen. Das sorgt dafür, dass das Bild interessanter und harmonischer wirkt. Aber das ist noch nicht alles! Gerade in der Landschaftsfotografie ist es wichtig, dem Foto eine gewisse Tiefe zu verleihen. Das können Sie schaffen, indem Sie dem Bild einen Rahmen geben, wie zum Beispiel durch Sträucher und Äste, die das Motiv umrahmen. Eine andere Möglichkeit sind Linien, die in das Bild hinein verlaufen, denn Linien führen das Auge.

Ein kleiner Tipp von uns: Setzen Sie auch etwas im Vordergrund in Szene wie zum Beispiel Steine, Blumen oder eine Spiegelung im Wasser. Denn auch das beste Landschaftsbild kann langweilig rüberkommen ohne einen interessanten Vordergrund.

Technische Einstellung bei der Landschaftsfotografie

Sie müssen nicht nur äußere Einflüsse kontrollieren, sondern auch ihre Kamera bedienen können. Mit der Öffnung und Schließung der Blende entscheiden Sie, wie viel Licht durchgelassen wird. Oft hört man den Satz: Je weiter geschlossen die Blende ist, desto mehr Schärfentiefe hat das Foto. Daraufhin schließen viele Anfänger die Blende bei der Landschaftsfotografie ganz, allerdings ist das der falsche Weg, denn die gesamte Schärfe des Fotos nimmt ebenso ab. Wir empfehlen zuerst eine Blendeneinstellung von f8.0. Wenn Sie etwas mehr Erfahrung gesammelt haben, können Sie das natürlich individuell anpassen. Im Zusammenhang mit der Blende steht die hyperfokale Distanz. Sie hängt von der Blende und der Brennweite ab und bezeichnet den dichtesten Fokuspunkt, bei dem die Schärfe bis ins Unendliche reicht. Den Wert brauchen Sie, um zu wissen, wo Sie sich hinstellen können, damit das gesamte Foto scharf ist. Am leichtesten zu ermitteln ist der Wert über verschiedene Smartphone Apps, die den Wert für Sie berechnen.

Landschaftsfotografie

Den ISO-Wert sollten Sie ebenfalls nicht zu hoch setzen, damit das Bild rauschfrei bleibt. Wir empfehlen zu Beginn einen Wert zwischen 100 und 400. Außerdem sollten Sie das Bildformat auf RAW stellen und nicht auf JPG, da bei JPG das Foto direkt komprimiert wird. Mit dem RAW Format ist eine Bildbearbeitung ohne Qualitätsverlust möglich. Weiterführende Informationen zum Bilder bearbeiten finden Sie bei uns.

Filter bei der Landschaftsfotografie

Zum Schluss dieses Beitrags gehen wir noch kurz auf den Einsatz von Filtern ein. Hierbei ist zuerst anzumerken, dass die Benutzung von Filtern fast immer mit einer längeren Belichtungszeit einhergeht. Um Fotos mit längerer Belichtungszeit wackelfrei schießen zu können, benötigen Sie ein Stativ. Sehr beliebt in der Landschaftsfotografie ist der Graufilter, der perfekt für bewegte Objekte geeignet ist. Häufig wird er bei fließendem Wasser eingesetzt, da mit dem Filter die Bewegung sichtbar wird, in der Form, dass das Wasser fast wie Nebel wirkt. Ein weiterer gern genutzter Filter ist der Polfilter (auch: Polarisationsfilter). Er entfernt Spiegelungen von nichtmetallischen Oberflächen, weshalb er geeignet ist, wenn Sie Dinge unter der Wasseroberfläche fotografieren möchten. Außerdem verstärkt er Farben und so wirkt der blaue Himmel noch satter blau.

Das war es auch schon zum Thema Landschaftsfotografie für Einsteiger und wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei den ersten eigenen Versuchen!


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